Geistliches Wort: „Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens..“  

Monatsspruch für Dezember 2017:  Lukas 1,78-79

Lieber Leser!

Was für wunderbare und tröstliche Worte kommen uns hier entgegen. Sie stammen aus dem Lobgesang des Zacharias. Zacharias war der Vater von Johannes dem Täufer. Und Johannes der Täufer war der Bote Gottes, der dem Messias, Christus, den Weg bereiten sollte im Volk Gottes, wie ein Herold vor dem König die Menschen vorbereiten auf seine nahe Ankunft. Diesen Messias, den besingt Zacharias in den tröstlichen Worten. Achten wir auf die Worte. „Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes“: Diese Worte geben uns Einblick in die tiefste Motivation, in den tiefsten Beweggrund Gottes. Es ist Gottes Barmherzigkeit, die von Herzen kommt. Herzlich, freundlich, gnädig, aus Güte und Erbarmen. In einer anderen Stelle der Bibel klingt das ganz ähnlich: „Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilandes, machte er uns selig, d.h. rettete er uns.“

Hier tut Gott etwas aus eigenem Antrieb, weil er es will, nicht weil ihn irgendjemand dazu gezwungen hätte – außer unsere Not, in der er uns sitzen sieht und die wir doch erst dann so richtig erkennen können, wenn wir „das aufgehende Licht aus der Höhe“, „das Licht der Welt, das in unsere Finsternis scheint“ erkennen und an ihn glauben. Dieses Licht „wird uns besuchen“, heißt es im Lobgesang des Zacharias. Doch wenn wir diesen Lobgesang singen, dann können wir zu recht singen und sagen: Das Licht aus der Höhe ist uns aufgegangen und hat uns besucht. Oder mit einem unserer Weihnachtslieder gesungen: „Christ, der Retter ist da.“ Im Advent nehmen wir diese Bewegung zwischen: Er, der uns Licht in die Finsternis und Gottesferne unserer Welt bringt, - wird uns angekündigt und wir warten auf ihn. Doch zugleich wissen wir schon mehr als Zacharias. Wir wissen wie er heißt: Jesus von Nazareth. geboren von der Jungfrau Maria. Er bringt uns Licht aus der Höhe. Wir erfahren Dinge über Gott, die wir ohne ihn nicht erfahren könnten. Wir erfahren: Der Sohn Gottes ist zu uns in die Finsternis gekommen, in der wir von Anfang unseres Lebens unter dem Schatten des Todes leben. Leben auf Erden bedeutet von Anfang an, der Vergänglichkeit unterworfen zu sein. Da führt kein Weg dran vorbei. Aber im Lobgesang des Zacharias hören wir schon Worte, die uns sagen: „das aufgehende Licht aus der Höhe“ wird unsere Füße auf den Weg des Friedens richten. Das Wort für „Frieden“ meint mehr als wir oft damit verbinden. „Frieden“ ist „Schalom“ und meint umfassendes Heil. Jesus führt uns aus dem Todesschatten und aus der Finsternis in das Licht, in den Frieden, in umfassendes Heil. Ein Leben, in dem wir mit Jesus leben, ihm glauben, auf ihn hoffen, ihn lieben, das führt uns aus aller Finsternis, aus dem Todesschatten, ja aus dem Tod ins Licht ewigen Lebens. Wir verbinden in der Advents- und Weihnachtszeit mit dem Licht den Stern von Bethlehem, die Lichter am Adventskranz und am Christbaum. All die Lichter, die wir in dieser Zeit entzünden, sie haben den Sinn, uns an das Licht zu erinnern, das uns seit der Geburt Christi in unserer Welt und seit unserer Taufe persönlich in unser Leben hineingekommen ist und uns erleuchtet. Wenn Jesus nicht in unsere Welt und nicht in unser Leben gekommen wäre, wie dunkel wäre dann unsere Welt und unser Leben.

Ich erfahre: Es gibt noch immer genug Dunkelheit und Todesschatten in meinem Leben. Und darum brauche ich die Worte, durch die Gott mir das Licht immer wieder vor Augen führt und ich den Trost seiner herzlichen Barmherzigkeit nicht nur höre, sondern auch im Herzen spüre. Es gibt viel zu viel, was uns traurig und kaputt macht, wo wir keinen Weg mehr sehen und keinen Trost mehr spüren. Wenn es mir so geht, dann nehm ich mir die Bibel zur Hand und suche das, wovon Zacharias singt, suche das aufgehende Licht, das mich tröstet, meinen Herrn und Heiland Jesus Christus und bitte ihn, mich in meiner Dunkelheit an die Hand zu nehmen und auf den Weg des Friedens zu führen. Dann nehme ich mir das Gesangbuch zur Hand und singe für mich eines unserer Trostlieder. Die Advents- und Weihnachtszeit hat so schöne und tröstliche Lieder. Sie sind ja nichts anderes als Wort Gottes, das zum Lobgesang geworden ist. Ich wünsche uns allen eine trostreiche Advents- und Christfestzeit.

Herzlich grüßt Pastor Hinrich Brandt

Die nächsten Gottesdienste und weitere Termine

11.01.         Schwerin       - 18.45 Gebetskreis

                                      - 19.45 Bibellesekreis

 

14.01.         Schwerin        - 10.00 Hauptgottesdienst - 2. So. n. Eipiphanias      

17.01.         Schwerin        - 20.00 Posaunenchor

18.01.         Schwerin        - 18.45 Gebetskreis

 

21.01.         Schwerin         - 10.00 Kurz-HGD - Letzter So. n. Epiphanias          

                                         im Anschluss Gemeindeversammlung Teil 1 Finanzen,

                                         anschließend gemeinsames Mittagessen 

24.01.          Schwerin       - 20.00 Posaunenchor

25.01.          Schwerin       - 18.45 Gebetskreis

 

28.01.          Schwerin       - 10.00 Hauptgottesdienst - Septuagesimä

                    Rostock         - 17.00 Hauptgottesdienst

31.01.          Schwerin       - 20.00 Posaunenchor

01.02.          Schwerin       - 18.45 Gebetskreis

 

 

Hier feiern wir Gottesdienste:

Schwerin: Kirchenhaus der Martin-Luther-Gemeinde, Brunnenstr. 10
Rostock: Gottesdienstraum der evangelischen Südstadtgemeinde, Beim Pulverturm 4, 18059 Rostock